Gästebrief
Liebe Gäste, Freunde und Partner,
immer wieder bekomme ich viele positive Rückmeldungen auf meinen Jahresbrief. Das ist eine schöne Motivation, und so will ich Ihnen auch in diesem Jahr ein paar Neuigkeiten aus dem Unternehmen und der Familie mitteilen. In unserer schnelllebigen Zeit ist es selten geworden, einen persönlichen Brief zu erhalten. Doch gerade das macht uns und unsere Gastronomie aus: Wir leben persönliche Gastlichkeit.
Gute Zutaten
Eine der wichtigsten Zutaten für einen erfolgreichen Gastronomiebetrieb sind seine Mitarbeiter. Deshalb haben wir das Jahr 2011 genutzt, um in unser Team zu investieren. Eine Reihe von Fortbildungsmaßnahmen standen auf dem Dienstplan und mit neun Auszubildenden setzen wir hoffnungsvoll auf den Nachwuchs. Angesichts der demografischen Entwicklung ist es eine große Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Dabei bietet die Gastronomie einen zukunftssicheren und einzigartigen Arbeitsplatz, der gleich mehrere Berufsbilder vereint: handwerkliches und künstlerisches Geschick und das Einfühlungsvermögen eines Psychologen gehören genauso dazu, wie kochen, servieren, dekorieren, kalkulieren. Wissenshungrige Nachwuchskräfte machen oft schon in jungen Jahren Karriere und haben längst erkannt, dass alle spannenden Berufe flexible Arbeitszeiten haben.
Gute Vorräte!
Dass die Töpfe in Zeiten der Finanzkrise bei vielen leer sind, ist auch an uns nicht spurlos vorüber gegangen. Wir bemerken die Auswirkungen in einer vorsichtigen Zurückhaltung unserer Auftraggeber im Veranstaltungsbereich. Doch ein guter Gastronom achtet auf seine Vorräte. Und so steht unser Unternehmen, wie schon seit jeher, auf soliden finanziellen Füßen, und ich kann immer noch ruhig schlafen. Dass wir die außergewöhnlichen Umsätze des Kulturhauptstadtjahres 2010 nicht wieder erreichen würden, war uns klar. So werden wir das laufende Jahr wohl mit einem leichten Umsatzrückgang gegenüber 2010 abschließen. Ich blicke aber optimistisch in die Zukunft, denn die Buchungen fürs nächste Jahr zeigen eine sehr positive Entwicklung.
Gute Bewirtung – in jedem Betrieb
Und die einzelnen Betriebe? Der Erich Brost-Pavillon auf dem Dach der Kohlenwäsche - mit seinem atemberaubenden Blick über das Ruhrgebiet - ist nach wie vor sehr beliebt. Die im Januar begonnene sonntägliche Familientafel ist ein großer Erfolg und es bedarf mittlerweile rechtzeitiger Vorbestellung. Die Stadthalle Mülheim bietet nach den Renovierungsarbeiten wunderschöne Räumlichkeiten für Veranstaltungen aller Art - hinter einer historischen Fassade, direkt an der Ruhr. Hier fand das Eröffnungskonzert des diesjährigen Klavierfestivals Ruhr statt und die Halle war, mit der Philharmonie in Essen, der meistbespielte Veranstaltungsort des Festivals.
Im Parkhaus Hügel schmeckt man immer deutlicher die Handschrift unseres neuen Küchenchefs Suvad Memovic heraus. „Traditionelle Gerichte neu interpretiert“, das ist sein erfolgreiches Küchen-Credo. Der Restaurantführer „Schlemmer Atlas“
hat sein Können mit einer Aufwertung von 1,5 auf 3 Bestecke gewürdigt. Nach einer Ausbildung im „Römischen Kaiser“ in Dortmund und einigen Zwischenstationen arbeitete er 12 Jahre mit Thomas Bühner im Restaurant „La Table“ im Kasino Hohensyburg (zuletzt 2 Michelin-Sterne) zusammen und ging anschließend als Küchenchef mit ihm nach Osnabrück, um dort im Restaurant „La Vie“ die 2 Sterne zurückzuerobern.
Doch es zog ihn wieder zu seiner Familie ins Ruhrgebiet und nach einer Selbstständigkeit im Restaurant „Impression“ in Recklinghausen, konnte ich ihn im November 2009 als Küchenchef gewinnen. Mit seiner ruhigen und sympathischen Art hat er es sehr schnell geschafft, seine Mannschaft - und seinen Chef - für seinen Küchenstil zu begeistern.
Unser Catering-Service bewirtete wieder zu außergewöhnlichen Anlässen: zur 200-Jahr-Feier der Friedrich Wilhelms-Hütte im Mülheim; zum Jahresempfang des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft; zum Empfang für das Bistum Essen in der Mercatorhalle in Duisburg; wir übernahmen erneut das Gesamtcatering für die Messe „e-world of energy and water“ sowie für die Jahresveranstaltung der Firma „Deichmann“. Und in diesem Monat haben wir noch die Ehre, unseren Bundespräsidenten zu bewirten.
Gute Unterstützung
Meine große Familie war mir auch 2011 eine wunderbare Unterstützung. Mein ältester Sohn Jan (27) hat sein Engagement im Hotel „Shangri-La“ in Peking verlängert und ist zum Restaurant-Manager befördert worden. Entsprechend haben
wir mit der ganzen Familie im Sommer eine China-Rundreise unternommen. Tief beeindruckt von den landschaftlichen Schönheiten, dem rasanten Wachstum, aber auch den großen sozialen Unterschieden, kehrten wir nach Hause zurück. Neben ihrer Promotionsarbeit hat meine älteste Tochter Kati (26) ihre Leidenschaft für das Golfspiel entdeckt. Ein Eltern-Kind-Turnier war ein erster Test. Wir waren die Fröhlichsten am Start, aber leider nicht auf dem Siegertreppchen. Wilm (13) erreichte im Rudern einen 1. Platz auf Landesebene und einen 5. Platz auf Bundesebene. Ansonsten gibt es aus der Schulkarriere der Kinder im Moment nichts Aufregendes zu berichten und doch bleibt es täglich spannend, zwischen Facebook, Freunden, Sport und Schule, dem elterlichen Erziehungsauftrag gerecht zu werden. Meine Frau ist nach wie vor mit ihrem Unternehmen „rund um die Immobilie“ im Einsatz; baut weiter mit Leidenschaft und verwaltet und vermittelt große und kleine Häuser. Mein Vater feiert noch in diesem Monat seinen 90. Geburtstag. Aus dem Unternehmen hat er sich schon vor längerer Zeit zurückgezogen und genießt jetzt seinen Ruhestand und die Besuche seiner Enkel.
Ich bedanke mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meinen Brief zu lesen und wünsche Ihnen für die letzten Wochen des Jahres vor allem ein wenig Ruhe in dieser so hektischen Zeit.
Mit den besten Wünschen
Ihr Hans-Hubert Imhoff
November 2011





